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Hornspäne im Angebot

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Hornspäne Unser örtlicher Netto-Markt hat in dieser Woche Hornspäne im Angebot. 2,99 € für einen 2,5 kg Sack sind so günstig, dass ich gerade mal unseren Jahresbedarf Hornspäne besorgt habe.

Horndünger ist Dünger, für den man Horn und Hufe von Schlacht-Rindern zerschrotet. Je nach Zerkleinerungszustand spricht man von Hornspänen (>5mm), Horngries (1-5mm) und Hornmehl (<1mm).

Horndünger ist ein organischer Stickstoffdünger, der in seiner Wirkung auf den Boden ph-neutral ist. Die Stickstofffreisetzung erfolgt durch Bodenbakterien und ist abhängig von Bodentemperatur, Bodenfeuchtigkeit, Bodenlüftung und Korngröße. Sie kann ein bis zwei Wochen (Hornmehl) oder mehrere Monate (Hornspäne) anhalten.

Horndünger waren in Deutschland weitgehend von den synthetisch hergestellten Stickstoffdüngern (Kunstdüngern) verdrängt. Erst mit der Zunahme des Bio-Landbaus wurden sie wieder verstärkt verwendet, da Bio-Bauern keine mineralischen Stickstoffdünger einsetzen dürfen.

Auf dem Höhepunkt des BSE-Skandals gerieten die Hornspäne kurzfristig in die Kritik. Da Horn und Hufe jedoch aus totem Material bestehen, gelten sie heute als BSE frei.

Wir nutzen die Hornspäne als Langzeit-und Vorratsdünger für unsere Sträucher und Bäume, insbesondere für die Rosen, Johannisbeeren und auch die kleineren Apfelbäume (Spindelbüsche und Ballerinas). Aber auch ein Staudenbeet ist dankbar für ein paar Hände voll Hornspäne im Frühjahr.

Das ist für uns sehr praktisch, da wir weitere Düngergaben im Laufe des Jahres sowieso vergessen würden ;-) .

Weblinks:

Horndünger bei Wikipedia
Hornmehl und Hornspäne bei www.dünger-info.de
Hornspäne im Forum garten-pur.de

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4 Antworten auf Hornspäne im Angebot

  • Kathrin sagt:

    Ich habe bei Hornspänen ehrlich gesagt immer Angst, dass ich unnötig viel Antibiotika in meinen Garten transportiere. Wenn man bedenkt wie Schlachtvieh oftmals gehalten wird und was alles gegen mögliche Erkrankungen, die im Zuge der Massentierhaltung auftreten, eingesetzt wird, muss sich das doch auch im Horn der Tiere ablagern? Oder liege ich damit falsch?

    lg kathrin

    • brigitta sagt:

      Hallo Kathrin,
      ich weiß nicht, wieviel Antibiotika in Horn oder Hufen der Tiere abgelagert wird. Mache mir selbst deswegen manchmal Sorgen. Hoffe aber weniger, als im Fleisch selber. Gibt es den schon Bio-Hornspäne? Ich meine Hornspäne von Tieren aus Biohaltung?
      Was ist sonst die Alternative? Kompost machen wir schon relativ viel, der kommt in den Gemüsegarten oder zur Strukturverbesserung auf die Beete (wir haben sehr lehmigen, sauren, nährstoffarmen Boden). Unsere Kapazitäten sind da aber begrenzt. Also nicht unbedingt vom Platz her, aber von der Kraft auf jeden Fall. 5 große Mieten pro Jahr, mehr schaffen wir nicht auf und wieder ab zu bauen. Wir düngen schon sehr zurückhaltend (die meisten Stauden werden bei uns nur halb so hoch, wie in gutem Gartenboden). Aber so ganz ohne geht es auch nicht. LG Brigitta

  • Marco sagt:

    Keine Ahnung, ob sich viele Rückstände in den Hufen absetzen, aber ich würde ohnehin sagen das selbst hergestellter Kompost immer noch der beste Dünger ist. Dabei weiß man eben ganz genau was man reingemacht hat, außerdem werden Lebensmittel ja ganz gut kontrolliert, sodaß dort auch nicht soviele Schadstoffe vorhanden sind. Hier gibt es dazu noch mehr Informationen http://www.gartentipps-xxl.de/1587-0-Gute-Blumenerde-bzw.-Pflanzerde-kaufen-für-Topfpflanzen-und-Balkon,-selber-machen.html

    • brigitta sagt:

      Hallo Marco,
      klar, ist Kompost die beste Erde. Nur mehr als 5 Kompostmieten schaffen wir (kräftemäßig) nicht pro Jahr (siehe oben). Einen Nachteil hat (unser) Kompost allerdings: Darin wachsen die Pflanzen nicht nur wie Unkraut, darin wächst auch eine Menge Unkraut. Sehe ich jetzt gerade im Gemüsegarten. Jede Menge Melden, Wolfsmilch, Mohn, Radieschen etc. Sieht zwar toll aus, aber wenn man nicht ab und zu die Gemüsepflanzen rettet, erntet man gar nichts. VG Brigitta

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